Wohnmobil mit einer Hand fahren: geht das? 
Schlangenbiss und Auto fahren
Ist die linke Hand durch einen Schlangen-, Hunde- oder gar Menschenbiss vorübergehend lädiert, ist durchaus noch das Autofahren oder eine Funsportart möglich.
In Deutschland.
Aber was ist in Australien mit der Bedienung von Handbremse, Schalthebel und anderen Schaltern und Knöpfen, die dort in der Regel seitenverkehrt angeordnet sind?
Es wird schwierig, wenn man kein Automatikgetriebe hat.
Normalerweise leiht man sich einen Campervan oder ein anderes Fahrzeug aus Preisgründen ohne Automatikschaltung…
Und unterwegs, am Kilometer 1.204 der Reise zwischen Cairns und Sydney, an der australischen Ostküste entlang, passiert es im Busch:
Ein Schlangenbiss!
Solange der oder die Partner/in ebenfalls einen internationalen Führerschein hat, sollte es nicht zum Problem werden, auch wenn der Linksverkehr nicht jedermanns Sache ist.
Es geht stundenlang geradeaus, Ortsdurchfahrten sind eher selten. 
Doch je südlicher man auf dem Bruce Highway, Captain Cook Highway, Kennedy Highway, Princes Highway oder Pacific Highway, die alle ein Teil des National Highway Nr. 1 sind, Richtung Brisbane und Sydney kommt, umso stärker wird der Verkehr und breiter die Straßen.
Von Cairns über Innisfail, Townsville, Airlie Beach, Mackay, Rockhampton, Bundaberg, Maryborough, die zauberhafte Sunshine Coast, Glass House Mountains bis Brisbane ist es ein
recht beschauliches Fahren, auch nur mit einer Hand.
Ab Brisane Richtung Sydney wird es schon dicker…. dort kommen südlich von Brisbane die zahlreichen Funsport-Orte wie Surfers Paradise und Ocean Shores, wenn man diesen Abstecher auf der Route einplant.
Weiter über Ballina, Macksville und Port Macquarie nach Süden…
…immer weg von der Sonne!
Aber zurück zum Schlangenbiss; die Beschreibung unserer zahlreichen Australienreisen würde Bände füllen…
(Einem bekannten TV-Sender für preiswerte Urlaubsreisen haben unsere Erlebnisse so gut gefallen, dass wir in mehreren Interviews damals mit Bildern und Geschichten von der Australienreise lange Zeit die Zuschauer unterhalten durften… Leider sind derzeit dort keine Angebote Individual-Reisen nach Australien buchbar.)
Queensland nimmt für sich in Anspruch, eine einmalige Vielfalt anzubieten – was sich in der umfangreichen Farbpalette zeigt: tiefrotes Outback, üppig grüner Regenwald, goldener Sand, blau schillerndes Meer, weiße Wolken und schwarze Schlangen. 
Schlangen sind normalerweise Fluchttiere und verschwinden, wenn sie einen Menschen bemerken, trotzdem kommt es immer wieder zu (tödlichen) Schlangenbissen.
So gilt die zur Gattung der Giftnattern gehörende Brown Snake (Braunschlange), die in bestimmten Regionen von Australien und auf Neuguinea vorkommt, als eine der giftigsten Schlangen der Welt. Es ist eine Besonderheit dieser Schlangengattung, dass sie gleich mehrfach zubeißen, und das kann durchaus 4 bis fünfmal sein.
Die Schlange wird zirka 1,5 Meter lang, wobei aber auch schon Exemplare mit einer Länge von bis zu 2,5 m gesichtet wurden. Ihre Färbung variiert regional und umgebungsbedingt sehr stark, sodass sie dadurch mit einer guten Tarnung versehen sind. Dabei sind die ausgewachsenen Tiere meist hell oder dunkelbraun (daher auch der Name), aber auch schwarz gefärbte Exemplare wurden beobachtet. Die Brown Snake besitzt einen abgerundeten Kopf und streckt bei Gefahr ihre Zunge heraus. 
Lustig, oder?
Man stelle sich diese Reaktion bei uns Menschen vor!
Wenn die Schlange angreift, windet sie sich vorher S-förmig und beißt dann extrem schnell zu. Diese Schlange gilt als besonders gefährlich, da sie sehr nervös ist, bei einer (vermeintlichen) Bedrohung sehr aggressiv werden kann und meist sofort zubeißt.
Die Braunschlange ist tagaktiv, außer bei sehr heißem Wetter; dann jagt sie auch gerne während der Dämmerung. Sie ernährt sich von Ratten, Mäusen, Vögeln, Eidechsen und sogar von anderen Schlangen. Der Verzehr von Menschen wurde bisher noch nicht beobachtet…
Die Wirkung des Schlangengifts der Braunschlange auf das Blut ist nicht nur für den menschlichen Körper katastrophal.
Umgehende ärztliche Versorgung ist dann unbedingt erforderlich. 
Die häufigsten Symptome sind:
Übelkeit, Erbrechen, abdominelle Schmerzen, Kopfschmerzen, Blutdruckabfall, Kreislaufkollaps, Bewusstseinsstörungen bis Bewusstlosigkeit, zerebrale generalisierte Krampfanfälle, Blutungen aus alten Wunden und Punktionsstellen, Lähmungen und Nierenfunktionsstörungen bis zum akuten Nierenversagen.
Zahlreiche Todesfälle durch den Biss der Braunschlange sind dokumentiert.
Das häufig auftretende Nierenversagen kann die Folge der Blutgerinnungsstörung, zum Beispiel durch das Auftreten von Mikrothromben oder die direkte Folge der Nierentoxizität des Giftes sein. Auch eine das Herz schädigende Wirkung, möglicherweise auch durch Mikrothromben, wurde festgestellt.
Die neurologische Wirkung von diesem Schlangengift ist auch nicht zu unterschätzen: Das Gift führt zu einer vollständigen Unterbrechung der Freisetzung des Acetylcholins, einer sehr wichtigen Transmittersubstanz. Das führt zu einer Störung bzw. Hemmung der elektrischen Impulsausbreitung von den Nerven zu den Muskeln, mit der Folge einer neuromuskulären Blockade, also einer Muskellähmung.
Auf Beutesuche werden von der Braunschlange weite Gebiete durchstreift, wobei manche Arten
auch in die Vororte der größeren Städte eindringen.
Australiens giftige Tiere sind eigentlich Grund genug, eine eigene Webseite über dieses Thema zu erstellen. In Australien gibt es Haie, Quallen, Spinnen und Krokodile, manchmal die giftigsten und gefährlichen Tiere ihrer Art auf dem Globus. Mehr als 50 giftige Land- und Wassertiere in Australien machen diesen Teil der Welt zum Kontinent der Giftmischer.
Man denke dabei an Steve Irwin, der in seiner Serie “Crocodile Hunter” die gefährlichen australischen Tiere vorstellte.
Steve Irwin fing Krokodile lebendig und auch seine Dokumentarfilme begeisterten weltweit über 200 Millionen Menschen. Dann verletzte ihn ein Stachelrochen beim Tauchen tödlich. Der “Crocodile Hunter” starb, wie er gelebt hat.
Der Autor dieses Beitrages hatte 2003 Gelegenheit, diesen wundervollen Menschen persönlich in seinem Reptilienzoo in Beerwah/Queensland kennenzulernen.
Die Australien-Besucher beeindruckt nicht nur das riesige Great Barrier Reef oder der Uluru, das Wahrzeichen Australiens, sondern auch das unvergleichliche Lebensgefühl – der “Queensland Way of Life“.
Queensland ist eine optimale Wahl für einen ersten Eindruck von Australien, aber auch für Australienkenner.
Zurück zum Schlangenbiss und nach Deutschland:
Nach einem Stop-over-Flug über Tokio
wieder gut daheim in Deutschland gelandet, war natürlich der Gang zum Arzt das Wichtigste, was getan werden musste.
Erst allgemeinmedizinische Erstbehandlung bei der Hausärztin, danach erfolgte die Weiterbehandlung auf chirurgischer Ebene.
Vorab: Die Hand musste nicht abgenommen werden…
Der Behandlungsunterschied zu Australien, wo praxisorientiert gearbeitet wird, bestand in leeren
Wartezimmern, Deutsch sprechenden und schreibenden Medizinern sowie an dem in dieser Phase der Genesung gesteigerten Humor in eigener Sache.
Ob der Autor nach vollständiger Heilung der Bisswunde noch Geige spielen kann, ein Zylinderkopf-Wechsel möglich ist oder mit der linken Hand eine gute Zigarre oder ein Glas Tee halten kann, ist derzeit noch ungewiss.

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